Häufige Fragen zum Thema Multifamilienarbeit

Multifamilienarbeit ist ein systemischer Ansatz zur Bewältigung von Konflikten, Herausforderungen und zur Förderung von innerer Stärke in Familien- und Gruppensituationen.

Was versteht man unter Multifamilienarbeit?

Multifamilienarbeit ist ein systemischer Ansatz, bei dem mehrere Familien gleichzeitig in einer Gruppe zusammenarbeiten. Dies ermöglicht den Familien, voneinander zu lernen, Unterstützung zu erhalten und gemeinsame Lösungen für ähnliche Herausforderungen zu entwickeln.


Wie unterscheidet sich die Multifamilienarbeit von der traditionellen Familientherapien?

Während die traditionelle Familientherapie sich in der Regel auf eine einzelne Familie konzentriert, bringt die Multifamilienarbeit mehrere Familien in einem gemeinsamen Kontext zusammen.


Für welche Familien ist die Multifamilienarbeit besonders geeignet?

Sie kann für alle Arten von Familien geeignet sein, insbesondere für solche, die ähnliche Herausforderungen oder Themen erleben, wie z.B. Scheidung, Suchtprobleme oder Verhaltensprobleme bei Kindern und Jugendlichen. Es können themenspezifische Gruppen zusammengesetzt werden oder eben gerade ganz unterschiedliche Thematiken, damit sich die Familien gegenseitig unterstützen können.


Wie läuft die typische Multifamilienarbeit ab?

In der Arbeit beginnen wir in der Regel mit einer gemeinsamen Runde, mit Spiel und Spass, um miteinander vertraut zu werden. Es werden gemeinsame Regeln erarbeitet, und es gibt Gesprächsrunden, in denen jedes Familienmitglied sprechen kann. Danach können spezifische Aktivitäten oder Diskussionen folgen, die auf die Bedürfnisse der anwesenden Familien zugeschnitten sind. Abschließend gibt es Auswertungsrunden mit Alltagstransfer. Dies kann und findet oft in der Schule statt, als sogenanntes Familienklassenzimmer.


Welche Vorteile bietet die Multifamilienarbeit gegenüber anderen Ansätzen in der Familienarbeit?

Der Hauptvorteil ist, dass Familien von den Erfahrungen und Lösungen anderer Familien lernen können. Die Scham verschwindet und die Ressourcen der einzelnen Beteiligten werden wieder neu entdeckt, gefördert und gestärkt. Auf diesem Weg kann die Isolation verringert werden, die manche Familien in Krisen fühlen und ihnen neue Perspektiven und Strategien bieten. Es entstehen Freundschaften und gelebte Solidarität.


Wie viele Familien sind typischerweise an einer Multifamiliengruppen beteiligt?

Dies kann variieren, aber es sind oft zwischen 4-8 Familien beteiligt. Je nach Thema können es auch noch mehr Familien sein.


Wie oft finden diese Treffen in der Multifamilienarbeit statt?

Dies kann je nach den Bedürfnissen der beteiligten Familien variieren. Einige können täglich, wöchentlich, andere monatlich oder in anderen Intervallen stattfinden.


Wie wird die Vertraulichkeit in der Multifamilienarbeit gewahrt?

Alle teilnehmenden Familien werden darüber informiert, dass das, was in der Sitzung besprochen wird, vertraulich ist. Die MFA-Coaches werden klare Grenzen und Erwartungen in Bezug auf Vertraulichkeit und Respekt setzten. Dies wird schriftlich festgehalten und von allen unterschrieben. Wichtige Regeln werden in der Gruppe gemeinsam erarbeitet.


Was geschieht, wenn Konflikte zwischen den verschiedenen Familien in der Multifamilienarbeit entstehen?

Die MFA-Coaches werden einschreiten, um sicherzustellen, dass die Sitzung achtsam und respektvoll bleibt. Es werden gemeinsam Richtlinien und Strategien erarbeitet, um Konflikte nachhaltig und gewinnbringend für jeden zu lösen und daran zu wachsen. 


Wie lange dauert es im Durchschnitt, bis sichtbare Fortschritte durch die Multifamilienarbeit erzielt werden?

Dies variiert je nach den spezifischen Herausforderungen und Zielen der beteiligten Familien. Einige Familien können schon nach wenigen Treffen Fortschritte bemerken, während andere möglicherweise länger brauchen.


Ich freue mich auf ihre Kontaktaufnahme, falls noch irgendwelche Fragen offen stehen.

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Ein vertraulicher und strukturierter Prozess, bei dem ich als Mediatorin gelingende Kommunikation zwischen den Parteien fördere, um zu einer einvernehmlichen Lösung zu gelangen.

Multifamilienarbeit

Ein systemischer Ansatz, der mehrere Familien gleichzeitig zusammenbringt, um an gemeinsamen Problemen zu arbeiten und voneinander zu lernen. Gemeinsam statt einsam.

Qualifikationen

2025- laufend Studium in Angewandter Psychogie, Kalaidos Fachhochschule Schweiz, Zürich

2023- 2025    Systemische Tools in der Arbeit mit Menschen / Familienstellen-  Aufstellungsarbeit                                                             bei Eva-Maria Hirzel-Gridling und Gerald Höller

2024               Kinder aus der Klemme, Arbeit mit hochstrittigen Eltern und deren Kinder nach Justine van Lawick.                                     Ausbildung bei Louise Vilén und Flora van Grinsven, Solothurn

2023               Kinder aus der Klemme, Arbeit mit hochstrittigen Eltern und deren Kindern nach Justine van Lawick.                                   Ausbildung bei Petra Kiehl, Schaffhausen

10.2023          Transgressive Mediation Weiterbildung                                                                                                                                           “Wahrscheinlich hat diese Geschichte gar nichts mit Ihnen zu tun …” Ed Watzke, St.

2022- 2023    Mediatorin VWA – Verwaltungs- und Wirtschafts- Akademie, D. Morawe / Ch. Schmidt, Freiburg DE

seit 2021        Berni Zambail-Parelli, 6*-Master Instructor and Master Horse Development / Emotionscoach

2005- 2024    Kampfkunst Yamabushi Ryu- Werner Lussi; Laufende Weiterbildungen in der professionellen Nutzung                               von Kampfkunst in der Pädagogik (www.seishin.ch)

2018               Ausbildung Multifamilientherapie nach Eia Asen – Das Familienklassenzimmer und Multifamilienarbeit

2017- 2018     Ausbildung ILP Psychologisches Coaching und Beratung, ILP®-Fachschule Luzern                                                               bei Verena Nyikos-Kamber, Luzern

2016- 2018     Schweizer Gruppe Therapeutisches Reiten SG-TR, Heilpädagogisches Reiten                                                                          bei Marianne Gäng und Barbara Gäng

2015-2017      Systemische Persönlichkeitsentwicklung und Grundlagen des Familienstellens, Assistenzausbildung                                 bei Eva-Maria Hirzel-Gridling und Gerald Höller, Schweiz/ Österreich

2010-2013     Sozialpädagogin HF, Höhere Fachschule für Sozialpädagogik hsl, Luzern

2007-2009    FABE-Fachfrau Betreuung, EFZ- Behindertenbetreuung

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