Multifamilienarbeit: Welche Familien profitieren davon? 

Die Multifamilienarbeit ist ein systemischer Ansatz, der sich an bestimmte Familien richtet, die in verschiedenen Situationen davon profitieren können. Als erfahrene Multifamilienarbeiterin möchte ich Ihnen in diesem Artikel näher bringen, welche Familien von der Multifamilienarbeit profitieren können und warum diese Methode so effektiv sein kann. 

  1. Familien mit Problemen im Schulsystem oder in der Berufsfindung: 

Das Familienklassenzimmer ist eine Form von Multifamilienarbeit, eine innovative Idee, die die traditionelle Vorstellung von Lernen in der Schule auf den Kopf stellt. Statt nur die Schülerinnen und Schüler einzubeziehen, lädt es die ganze Familie ein, die Schule zu besuchen. Verschiedene Familien kommen gemeinsam in die Schule und lernen zusammen. Es entsteht eine Zusammenarbeit mit Eltern, älteren Geschwistern oder mit dem nahen Helfersystem der Familie, um gemeinsam zu lernen und voneinander zu profitieren. 

  1. Familien mit herausfordernden Jugendlichen: 

Eltern von Jugendlichen, die mit Verhaltensproblemen oder anderen Herausforderungen konfrontiert sind, finden in der Multifamilienarbeit einen wertvollen Ansatz. Hier können sie gemeinsam mit anderen Eltern in ähnlichen Situationen Erfahrungen und Unterstützung teilen und neue Herangehensweisen kennenlernen. 

  1. Familien in Konflikt: 

Familien, die mit internen Konflikten und Spannungen kämpfen, sei es zwischen Eltern und Kindern oder zwischen Geschwistern, können von der Multifamilienarbeit profitieren. Diese Methode schafft einen sicheren Raum für die Kommunikation und fördert das Verständnis zwischen den Familienmitgliedern. Konflikte können auf respektvolle Weise gelöst werden. 

  1. Familien mit Suchtproblemen: 

Familien, in denen ein oder mehrere Mitglieder mit Suchtproblemen (Substanzen oder Medien) zu kämpfen haben, benötigen oft spezielle Unterstützung. Die Multifamilienarbeit ermöglicht es, nicht nur das suchtkranke Familienmitglied, sondern die gesamte Familie in den Genesungsprozess einzubeziehen. Dies fördert Verständnis, Kommunikation und die Entstehung einer unterstützenden Umgebung. 

  1. Familien in Trauer: 

Der Verlust eines geliebten Menschen kann Familien vor große Herausforderungen stellen. Die Trauerarbeit ist ein komplexer Prozess, der Zeit und Unterstützung erfordert. Multifamilienarbeit kann Familien dabei helfen, gemeinsam zu trauern, ihre Gefühle auszudrücken und Wege zu finden, um mit dem Verlust umzugehen. 

  1. Familien in schwierigen Übergangsphasen: 

Familien, die sich in schwierigen Übergangsphasen befinden, wie beispielsweise bei Trennungen, Scheidungen oder anderen großen Veränderungen, können von der Multifamilienarbeit profitieren. Diese Methode unterstützt die Familie dabei, mit den Veränderungen umzugehen, Kommunikationsschwierigkeiten zu bewältigen und gemeinsam Lösungen zu finden. 

Die Multifamilienarbeit ist vielseitig und anpassungsfähig und kann in vielen verschiedenen Kontexten eingesetzt werden. Sie ist darauf ausgerichtet, Familien zu vernetzen, die Beziehungen innerhalb der Familie zu stärken, Konflikte zu lösen und Lösungen zu finden. Wenn Sie Unterstützung bei genannten oder anderen Herausforderungen benötigen, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung, um Ihnen mehr über die Multifamilienarbeit zu erzählen und wie sie Ihnen helfen kann. 

Kontaktieren Sie mich, um einen Beratungstermin zu vereinbaren und den ersten Schritt zur Veränderung zu wagen. 



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Mediation

Ein vertraulicher und strukturierter Prozess, bei dem ich als Mediatorin gelingende Kommunikation zwischen den Parteien fördere, um zu einer einvernehmlichen Lösung zu gelangen.

Multifamilienarbeit

Ein systemischer Ansatz, der mehrere Familien gleichzeitig zusammenbringt, um an gemeinsamen Problemen zu arbeiten und voneinander zu lernen. Gemeinsam statt einsam.

Qualifikationen

aktuell: 2023- 2025 Systemische Tools in der Arbeit mit Menschen / Familienstellen-  Aufstellungsarbeit bei Eva-Maria Hirzel-Gridling und Gerald Höller

2023 Kinder aus der Klemme, Arbeit mit hochstrittigen Eltern und deren Kindern. nach Justine van Lawick / Ausbildung bei Petra Kiehl

Oktober 2023 Transgressive Mediation Weiterbildung «Wahrscheinlich hat diese Geschichte gar nichts mit Ihnen zu tun …» Ed Watzke

2022- 2023 Mediatorin VWA – Verwaltungs- und Wirtschafts- Akademie Freiburg/ DE, Doris Morawe / Christina Schmitz

seit 2021: bei Berni Zambail-Parelli, 6*-Master Instructor and Master Horse Development / Emotionscoach

Seit 2005 Kampfkunst Yamabushi Ryu- Werner Lussi; Laufende Weiterbildungen in der professionellen Nutzung von Kampfkunst in der Pädagogik (www.seishin.ch)

2018 Ausbildung Multifamilientherapie nach Eia Asen – Das Familienklassenzimmer
Ausbildung ILP Psychologisches Coaching und Beratung, ILP®-Fachschule Luzern bei Verena Nyikos-Kamber, Berlin

2016- 2018 Schweizer Gruppe Therapeutisches Reiten SG-TR, Heilpädagogisches Reiten bei Marianne Gäng und Barbara Gäng

2015-2017 Systemische Persönlichkeitsentwicklung und Grundlagen des Familienstellens, Assistenzausbildung bei Eva-Maria Hirzel-Gridling und Gerald Höller

2010-2013 Sozialpädagogin HF, Höhere Fachschule für Sozialpädagogik hsl, Luzern

2007-2009 FABE-Fachfrau Betreuung, EFZ- Behindertenbetreuung

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Ich stehe für den Grundsatz, dass immer eine Lösung existiert, die allen Beteiligten gerecht wird.